Der Blick in die Zukunft

Zwei Monate lang haben sich die Trainer von „The Chinese Sports Strategists“ in der Region Changzhou aufgehalten. Philosophien prallten aufeinander, es wurde diskutiert, konzipiert und trainiert. Doch am Ende waren sich alle einig, dass die Testphase des Programms ein voller Erfolg war: „Wir haben die zwei Monate gut durchgeführt. Alle sind zufrieden“, freute sich Projektleiter Jianbo He: „Das ist eine sehr gute Chance auf eine weitere Zusammenarbeit.“

Ein voller Erfolg

Auch die Trainer blicken mit Stolz auf die vergangenen Monate zurück. Trotz teilweise widriger Umstände haben sie es geschafft, eine Verbindung zwischen den unterschiedlichen Trainingsmethoden zu finden –und die Ergebnisse können sich sehen lassen: „Wir haben zum Anfang athletische sowie Technik-Tests gemacht und nun zum Ende auch nochmal“, berichtet Dennis Spiegel: „Die Tests haben gezeigt, dass die Kinder sich im athletischen wie technischen Bereich komplett verbessert haben.“

Einige Kinder ließen eine Menge Talent aufblitzen: „Natürlich wird nicht jedes Mädchen oder jeder Junge dem Fußball treu bleiben. Das haben wir dann auch schnell gesehen -Du hast talentierte Kinder und weniger talentierte“, schränkte Dennis Spiegel ein. Dennoch hätten die Kinder eine starke Grundlage. Marco Almeida sah in seiner Gruppe etwa „sechs Mädchen mit einem natürlichen höheren Niveau. Und wir haben weitere zehn, zwölf mit sehr guten Fähigkeiten“. Entscheidend sei es nun, die Entwicklung weiter voranzutreiben: „Wir haben hier eine Menge Qualität.“

Das Fundament ist gelegt

„Kontinuität“ und „Nachhaltigkeit“ lauten nun die Zauberworte, mit denen die Fußball-Nachwuchsförderung in Changzhou auf das nächste Level gehoben werden sollen: „Wir können in zwei Monaten keine Wunder vollbringen. Aber wir haben ein neues Konzept implementiert und dasist ein großer Fortschritt“, bekräftigte Gazmend Xhepa. Wichtig sei es nun, dass dieses Konzept auch von den lokalen Trainern fortgeführt wird. Doch die Basis ist –im Gegensatz zu vorher –nun gegeben: „Zum Schluss unserer Zusammenarbeit wurde festgestellt, dass es mehr Trainer braucht. Beispielsweise gab es keine Torwarttrainer, nun wurden bereits zwei dazu geholt. Ein Assistenztrainer fehlt auch noch –das ist also noch nicht genug, aber es wird schrittweise aufgebaut“, bilanziert Jianbo He.

Die nächsten Schritte sind bereits eingeleitet: „Changzhou baut hier ein Nachwuchszentrum. Ziemlich groß, mit sechs Standardplätzen zwei Plätzen für Acht-gegen-Acht. Dazu kommt ein Nebengebäude für die Fitness“, erzählt der Projektleiter: „Das ist komplett neu und wird vermutlich im nächsten April fertig.“ Darüber hinaus soll der Austausch weiter gefördert werden: „Wir haben auch vorgeschlagen, dass wir mit den chinesischen Trainern mal das Zentrum in Shanghai oder auch Deutschland besuchen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.“ Zukunftsmusik, die möglicherweise schon bald zur Realität wird